
Vitrine weiß, grün, grau oder beige: Der Farbratgeber
Die Farbe einer Vitrine hängt von zwei Dingen ab, die bei anderen Möbeln keine Rolle spielen: was hinter dem Glas steht und was durch das Glas sichtbar ist. Eine weiße Vitrine mit weißen Tellern ist ein weißer Block, eine grüne Vitrine mit schwarzem Innenleben und Messing ist ein Schmuckstück. Dieser Artikel geht die üblichen Farben durch, Weiß, Grau, Grün, Braun, Gelb, Rot und Beige, erklärt, zu welchen Räumen und Schränken sie passen, und wie das Innere zu jeder Farbe gewählt werden sollte. Schwarz ist eine eigene Welt und steht unter Vitrinenschrank schwarz. Der Artikel gehört zu unserem großen Ratgeber zur Vitrine.
Vitrine weiß: der gustavianische Ausgangspunkt
Weiß ist die älteste Wahl, die gustavianische Tradition, und passt zu hellen Räumen mit hellen Böden. Aber Weiß hinter Glas ist schwierig: Alles Helle im Inneren verschwindet, und das Glas spiegelt vor weißem Hintergrund den Raum stärker als vor dunklem. Eine weiße Vitrine braucht deshalb ein dunkles oder gemustertes Innenleben in Graugrün, Dunkelblau, Stoff oder Tapete. Wählen Sie gebrochenes Weiß mit einem Hauch Grau oder Gelb, niemals Kreideweiß, das aus alten Möbeln Badezimmerschränke macht. Weiß passt zu gustavianischen und Louis-seize-Schränken, bei Rokoko und schwerer Eiche wirkt es wuchtig. Wer eine Vitrine in Weiß mit Holz sucht, bekommt am ehesten einen weiß gefassten Korpus mit Holzdetails oder einen Schrank mit hellem Furnier. Hochglanz-Weiß gehört eher in moderne Möbelhäuser, bei Altmöbeln ist Seidenmatt stimmiger. Und die Eckvitrine in Weiß? Auch sie bekommt ihren Reiz erst durch ein dunkleres Inneres. Übrigens: Fast alle weißen alten Schränke sind nachträglich überstrichen, das gustavianische Original war perlgrau.
Grau: die sicherste Wahl
Grau, besonders gustavianisches Perlgrau und warmes Grau, funktioniert in den meisten Räumen. Es ist hell genug für helle Böden und dunkel genug, um helle Objekte zu tragen. Eine graue Vitrine mit weißem Innenleben wirkt wie ein gustavianischer Salon, mit schwarzem Innenleben wie eine Galerie. Grau passt zu allen Epochen außer zum Teak der 1950er. Wir fassen die meisten gustavianischen und Louis-seize-Schränke, die nicht schwarz werden sollen, in Grau und kombinieren sie mit Messingbeschlägen, die vor dem matten Grund leuchten.
Vitrine grün: die Farbe, die den Schrank zum Bild macht
Nach Schwarz ist Grün die gefragteste Farbwahl, und sie hat die größte Wirkung. Dunkelgrün, Flaschengrün oder Graugrün an einem Louis-seize-Schrank mit Messingleisten bringt Gäste dazu, nach der Herkunft zu fragen. Ein Beispiel ist die grüne gustavianische Vitrine mit Josef-Frank-Motiv. Das Innere sollte hell, golden oder gemustert sein: außen grün und innen grün wird ein Aquarium. Grün passt zu Räumen mit viel Holz und zu Räumen mit weißen Wänden. Bei farbigen Wänden muss Grün entweder exakt den Ton der Wand treffen oder deutlich dunkler sein. Hellgrün und Mintgrün sind die Farben der 1950er und passen zu kleinen Schränken, siehe Hängevitrine und kleine Vitrine.
Braun, Dunkelbraun und Beige
Eine braune Vitrine ist meist ein Schrank aus dunklem Holz, Mahagoni oder Nussbaum, und kein lackierter. Dazu mehr in Vitrine Holz. Lackiert in Dunkelbraun, Schokoladenbraun oder Tabakbraun ist Braun eine unterschätzte Wahl: wie Schwarz, nur wärmer, passend zu Räumen mit viel Textil und Leder. Beige und Sand sind die Farben der 1970er und der heutigen skandinavischen Einrichtung. Ein Vitrinenschrank in Beige funktioniert nur mit dunklem Innenleben, sonst wird er zu einer unsichtbaren Kiste. Ein beiger Schrank mit schwarzem Innenleben und Messing ist überraschend elegant.
Gelb und Rot: wenn der Schrank die Farbe des Raums sein soll
Gelbe und rote Vitrinen werden oft gesucht und selten gekauft, aus gutem Grund: Sie übernehmen den Raum. Sie funktionieren dort, wo alles andere neutral ist, Weiß, Grau, Holz, und der Schrank die einzige Farbe bleibt. Ockergelb an einem gustavianischen Schrank mit grauem Innenleben ist die Farbe der ländlichen Möbel und passt in eine Landhausküche. Englischrot oder Ochsenblut an einem Louis-seize-Schrank mit Goldleisten ist das Dramatischste, was wir machen, und braucht einen Raum mit dunklem Boden. Beide Farben sollten matt sein, glänzend wirken sie wie Plastik.
Das Innere entscheidet über die Außenfarbe
Die Regel, die alles zusammenfasst: Außen und innen sollten unterschiedlich hell sein. Dunkel außen, hell oder gemustert innen, hell außen, dunkel innen. Die Ausnahme ist Black on black, siehe Vitrinenschrank schwarz. Das Innere kann gestrichen, mit Stoff oder Tapete bezogen oder ein Foto sein, und es ist immer der günstigste Weg, einen Schrank zu verändern, der außen schon die richtige Farbe hat. Wie der Inhalt dann geordnet wird, steht in Vitrine dekorieren. Alle aktuellen Schränke finden Sie in der Kategorie Vitrinen. Wir lackieren auch Schränke von Kunden in der gewünschten Farbe.
Häufige Fragen
Welche Farbe haben alte schwedische Vitrinen meistens?
Sichtbares Holz, Birke oder Mahagoni. Gestrichene alte Schränke sind meist grau oder weiß und fast immer nachträglich überstrichen.
Soll die Vitrine dieselbe Farbe wie die Wand haben?
Entweder exakt denselben Ton, dann verschwindet der Schrank und nur der Inhalt wirkt, oder deutlich dunkler oder heller. Fast dieselbe Farbe sieht aus wie ein Fehler.
Kann man eine Vitrine selbst streichen?
Ja, aber Glas und profilierte Leisten machen daraus 20 bis 40 Stunden Arbeit mit Abkleben, Schleifen und drei Schichten. Eine in der Werkstatt lackierte Oberfläche erreicht man mit dem Pinsel nicht.




